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Der HP 3D Drucker wird kommen – Glas statt ABS und PLA Filament?

[singlepic id=14 w=770 h=400 float=]Jetzt ist es offiziell, Hewlett-Packard wird im kommenden Jahr in den 3D Drucker Markt einsteigen.
Erneut! Denn HP ist in der 3D Druck-Szene nicht gänzlich unbekannt. Bereits im Jahre 2010 stellte das Unternehmen verschiedene 3D Drucker-Modelle auf der Messe in Hannover vor.

HP 3D Drucker Anno 2010

Die HP 3D Drucker wurden damals zusammen mit Stratasys entwickelt und sollten für 15.000 bis 20.000 Euro verkauft werden. Die Kooperation mit Stratasys wurde wieder eingestellt, da die Projekte erfolglos blieben.
Die letzten Schlagzeilen die Hewlett Packart im Zusammenhang mit 3D Druckern schreiben durfte, drehten sich um den Preisnachlass der letzten verbleibenden Modelle: HP Designjet 3D und HP Designjet 3D Color, welche zum Bruchteil Ihres eigentlichen Werts den Besitzer wechselten.
Stratasys hat sich in der Zwischenzeit weiterentwickelt, ist nun Eigentümer von Makerbot und hat sich erfolgreich im 3D Drucker-Markt platziert.

Der zweite Versuch von Hewlett Packart

Die Vorstandsvorsitzende von HP Meg Whitman, hat sich gegenüber dem britischen Onlinemagazin The Register dazu geäußert dass Sie von der Technik des 3D Drucks überzeugt sei. Auch HP habe, laut Ihrer Aussage erkannt, dass die Technik „noch in den Kinderschuhen steckt und sie diese große Chance nutzen möchten.“
Dazu hat HP bekanntgegeben dass der Fokus nicht auf dem Consumer Markt liegt, sondern die 3D-Druckdienstleister stehen im Mittelpunkt des Unternehmens.

Eigenschaften der HP 3D Drucker

Bei der neuen Generation der HP 3D Drucker sollen sich die Druckgeschwindigkeiten massiv erhöhen und generelle Kosten beim Ausdruck von 3D Modellen eingespart werden.
Große 3D-Projekte können heutzutage bis zu zehn Stunden andauern. Von daher ist der Ansatz, an der Druckgeschwindigkeit zu forschen, kein schlechter wie ich finde.
Welche 3D Druckmaterialien in Zukunft verwendet werden ist noch unklar. Denn HP hat bereits im Jahr 2012 Forschung an potentiellen Druckmaterialien unternommen. Damals wurde statt gebräuchlichem ABS Filament oder PLA Filament ein spezielles Glas erforscht, welches gute Druckeigenschaften aufweisen soll. Jedoch ist fraglich ob dieses Material das weitverbreitete ABS und PLA ersetzen kann. Ein 3D Druck aus Glas kann meiner Meinung nach höchstens eine Ergänzung zum jetzigen 3D Druckmaterial sein, mehr jedoch nicht.
Mitte 2014 sollen die ersten Pojekte öffentlich gemacht werden. Wir sind gespannt und bleiben dran!

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3 Kommentare
  1. Georg
    Georg says:

    Guter Artikel – wobei ich denke das Thema kann man fast noch weiter fassen Nicht nur die Frage des Materials wird spannend, sondern mit welchen “Content-Plattformen” HP zusammenarbeiten wird. Ich denke nur der, der auch eine Breite Community findet und das Thema Vorlagen Download und die Verwaltung der Rechte an diesen Vorlagen (digital reiht management) wird sich erfolgreich durchsetzen!
    Lg,
    Georg

  2. filamentworld
    filamentworld says:

    Vielen Dank für die konstruktiven Beiträge!
    Georg, du hast natürlich vollkommen Recht, es geht nicht nur um die Wahl des Druckmaterials, da steckt noch viel mehr dahinter. Ich persönlich finde es auf jeden Fall spannend und auch gut, dass große Unternehmen wie HP in die 3D Drucker-Branche (wieder)einsteigen. Denn je mehr entwickelt und geforscht wird, desto mehr können alle Interessierten davon profitieren. Jedoch denke ich dass es die “Großen” nicht leicht haben werden in der Szene Fuß zu fassen, auf jeden Fall noch nicht.

    Gruß Robin

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