Dremel 3D Drucker

Dremel 3D Drucker – Idea Builder – Update 2016

Ein neuer 3D Drucker mit nicht ganz so neuem Konzept, das Gerät von Dremel hat nun für Schlagzeilen gesorgt. Nicht die Bauart des Dremels oder die Eigenschaften des Geräts sind Schlagzeilen wert, sondern der Vertriebskanal. Der Dremel 3D Drucker „Idea Builder“ ist ab sofort bei Hornbach zu bekommen!

Ein 3D Drucker bei Hornbach? Passt das überhaupt?

Wir denken: Ja!
Das passt wie die Faust aufs Auge. Eigentlich ist ein 3D Drucker ein Werkzeug wie eine Säge auch, daher ergibt es Sinn dass der Dremel 3D Drucker jetzt bei Hornbach erhältlich ist. Ich denke sogar, dass andere Baumärkte nachziehen und es bald 3D Drucker bei Bauhaus und 3D Drucker bei Toom geben wird. Kein Wunder, die Aktion bei Tchibo war auch ein voller Erfolg und wird sich sicher wiederholen.

Wer ist Dremel?

Jeder Hobbybastler hat bei Dremel sofort ein Gerät vor Augen, einen „Dremel“ eben. Ein schnelldrehendes Multifunktionswerkzeug für alle erdenklichen Aufsätze. Perfekt zum Schleifen oder Sägen von kleinen Teilen. Dremel selbst kommt ursprünglich aus den USA , ist aber seit 1993 eine 100%ige Tochter der Robert Bosch GmbH. Darum ist es sozusagen ein 3D Drucker von Bosch – irgendwie zumindest.

Was kann der Dremel Drucker?

Zunächst einmal, der Idea Builder von Dremel ist nicht brandneu, sondern wurde bereits im Oktober 2014 präsentiert.

Dremel 3D Drucker

Dremel 3D Drucker
Quelle:
Screenshot: https://3dprinter.dremel.com/3d-printer-benefits

Die Spezifikationen sind gut, aber auch nicht weltbewegend oder bahnbrechend. Ein solider 3D Drucker aus dem Hause Bosch eben. Der Idea Builder hat einen SD Karten Slot, ein Touch Display zur Steuerung und kommt mit hauseigener Software.
Die Drucktemperatur des Hornbach Druckers ist auf 230°C beschränkt und der Bauraum beträgt 23x15x14cm. Das Filament für den Dremel 3D Drucker muss in 1,75mm zugeführt werden und kann in einer Schichtdicke von 0,1-0,3mm verarbeitet werden.

Filament für Dremel 3D Drucker

Wenn Sie Filament für den Idea Builder kaufen möchten, empfiehlt Dremel das Hauseigene PLA Filament. Dieses Dremel Filament ist ebenfalls bei Hornbach zu bekommen und wird aktuell für 29,90€ / 0,5kg verkauft. Gemessen an den handelsüblichen Preisen ist ein Filamentpreis von fast 60€ / kg ungefähr auf dem Niveau von Makerbot Originalfilament und ca. 240% teurer als Filament von Filamentworld und vielen anderen Herstellern.

Kann ich auch anderes Filament für Dremel 3D Drucker kaufen

Von der technischen Seite her gilt für den Dremel 3D Drucker das gleiche wie für alle anderen FDM-3D Drucker: Es kann jedes Filament von jedem Hersteller verwendet werden, wenn der Durchmesser beachtet wird. Auch der Dremel 3D Drucker arbeitet nicht anders als ein Makerbot oder Ultimaker. Ob Sie diesem Drucker nun Filament von Dremel, Filamentworld, FilaFlex oder Formfutura zuführen, spielt schlussendlich keine Rolle.

Ein weiterer Grund anderes Filament für den Dremel Drucker zu kaufen, ist ganz klar die Verfügbarkeit. Von Haus aus bietet Dremel nur PLA Filament an. PLA Filament ist aktuell das beliebteste Filament auf dem Markt, aber es gibt noch so viel mehr! Metallfilament, Holzfilament, Steinfilament, konduktives Filament, flexibles Filament, transparentes Filament usw. Wenn Sie mit dem hauseigenen Dremel 3D Druck Filament an Ihre Grenzen stoßen, kommen Sie um Fremdfilament nicht herum.

Wichtig bei der Verwendung von anderen Filamenten ist, dass Sie sich vorher Gedanken über die Zufuhr des Filaments machen. Das 3D Filament von Dremel, bzw. die Rolle mit dem Filament, hat eine bestimmte Breite/Höhe/Durchmesser. Wenn Sie Wert darauf legen dass die Ihr 3D Filament für den Idea Builder im Gehäuse Platz hat, an der dafür vorgesehenen Stelle, dann sollten Sie nur Filament kaufen welches die gleichen Spulenmaße hat.

Die Größen der Filamentspulen sind leider noch nicht genormt, so kann es dort große Abweichungen geben. Die meisten 3D Drucker haben jedoch eine externe Filamentzufuhr, sodass es Ihnen leichter fällt verschiedene Spulengrößen zu verwenden.

Generell spielt es keine Rolle ob Sie Filament von extern zuführen oder nicht, Sie müssen eben die Möglichkeit an Ihrem Gerät haben dies zu tun. Z.B. über die Lüftungsschlitze. Darüber hinaus muss eine Halterung vorhanden sein welche der Filamentrolle eine leichtes abwickeln ermöglicht.

Sobald Sie loses 3D Filament für den Dremel 3D Drucker kaufen, müssen Sie sich sowieso Gedanken über die Zufuhr des Materials machen.

Wie Dremel das Verwenden von Fremdfilament im Idea Builder auslegt und ob Sie damit Garantieansprüche gefährden, können wir nicht einschätzen.

Abschließend können wir nur sagen dass es ein großer Schritt von Hornbach ist, einen 3D Drucker in das Sortiment aufzunehmen. Mit dem Dremel Idea Builder haben Sie sicher keinen falschen 3D Drucker ausgesucht. An die Nutzer des Druckers können wir nur appellieren: „Probieren geht über Studieren“ – 3D Druck ist und bleibt noch eine Weile sehr anspruchsvoll. Auch wenn das erste Projekt nicht gleich gelingen sollte, keine Sorge, so ging es uns allen schon einmal.

Bei Fragen zu diesem Thema sind wir natürlich gern Ihr Ansprechpartner.

Update 18.06.2015:

Der Dremel 3D Drucker wird nun auch über den Österreichischen Händler „0815“ vertrieben. 0815 ist in Österreich ein bekannter Händler für z.B Kühlschränke, Waschmaschinen, aber auch den gesamten IT-Bereich. Damit ist 0815 ein Vorreiter in Österreich wenn es um 3D Drucker geht.

Hier geht es direkt zum Dremel 3D Drucker von 0815.at (Link)

 

 

Update 05.04.2016:

Dremel 3D40 2.0

Dremel hat vor Kurzem die zweite Version ihres erfolgreichen 3D-Druckers ins Rennen geschickt. Der Fokus der zweiten Generation soll hierbei auf Klassenzimmerfreundlichem, schülerorientiertem Arbeiten liegen. Ziel soll es sein Schüler in MINT(=Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) orientierten Schulfächern und Studienrichtungen mit der 3D-Technologie vetraut zu machen. Die spezielle Ausrichtung auf Schulen wird hierbei durch Dremels Dream Programm zusätzlich ergänzt, welches Anleitungen und Ideen für Lehrer enthält, um den Unterricht mit dem Dremel 3D-Drucker optimal zu gestalten. Die ab Mai integrierte App für Android und iOS soll zudem benutzerfreundliche Bedienung vom Smartphone aus erlauben.

Zusätzlich verspricht die zweite Version natürlich auch einige technische Upgrades, wie etwa eine verbesserte Filamentüberwachung, neue Verbindungsmöglichkeiten über WIFI/USB und verbesserte Extruder – sowie Kalibrierungseigenschaften. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch einen größeren, geschlossenen Bauraum, der vor Staub und neugierigen Fingern schützt.

21 Kommentare
  1. Rolf
    Rolf says:

    Vielen Dank fuer den interessanten Bericht. Gibt es Erfahrungsberichte ueber das Zufuehren von „fremden“ Filament in den Dremel 3D Drucker? Gibt es eine einfache Loesung wie ich zum Beispiel Filament von filamentworld.de verwenden kann?

    Viele Gruesse aus dem Sauerland
    Rolf

    • filamentworld
      filamentworld says:

      Guten Tag,
      leider haben wir bei uns keinen Dremel Drucker stehen und können Ihnen daher auch keinen Erfahrungsbericht aus erster Hand anbieten.
      Ich kann nur auf den Beitrag verweisen, dass in der Theorie jedes Filament mit dem passenden Durchmesser und dem richtigen Schmelzpunkt mit FDM Druckern verwendnet werden kann. Wie dieses bei den einzelnen Geräten zugeführt wird und wo genau Schwierigkeiten auftreten können, ist von Modell zu Modell unterschiedlich.

  2. marcushegel
    marcushegel says:

    Hallo Freunde des 3D Drucks,
    ich selber habe den Dremel Drucker und euer Filament läuft damit bestens. Habe vor wenigen Tagen Sampels Bestellt und mir Muster Streifen gedruckt. Farben kommen sau geil zur Geltung und man hat echt die Qual der Wahl beim PLA Druck. Heute habe ich mir Rollen Bestellt denn mein Dremel 1. Rolle ist bald leer und ich hab noch viele Ideen in der Pipeline.
    Viel Spaß beim Entwickeln und Drucken.
    Gruß Marcus

      • filamentworld
        filamentworld says:

        Hallo Michael,
        wie oben erwähnt, haben wir aktuell keinen Dremel 3D Drucker in der Firma stehen.
        Aber ich persönlich vermute dass es kein Problem sein sollte eine PET-Filament wie z.B. HD Glass zu drucken.
        Leider kann ich keinen Erfahrungswert dazu mitgeben.

        Viele Grüße

          • Marcus
            Marcus says:

            Hallo Ja ich will demnächst mal anderes Material noch Testen im Drucker auser nur PLA. Aber erstmal muss ich raus finden wo ich neue Düsen herbekomme für den Drucker denn meine Aktuelle leidet leider Etwas und immer mal wieder Vorkommenden Fehldrucken wenn die Platte nicht gut Kaliebriert wurde denn das ist ein A und O beim Drucker sowie eine gute Klebe Fläche wo ich zum glück Blue Tape Nutze und mir nen Große Rolle gekauft hatte.
            Gruß Marcus

          • Marcus
            Marcus says:

            Moin ihr Lieben Drucker Junkys,
            ja ich habe jetzt mal vor Kurzem mit dem HDglass probiert und die Qulität ist Top die raus kam aus dem Drucker mit Test Material.
            Konnte mir bisher keine solche Spule Leisten um was größers zu Drucken fürn guten Test.
            MfG Marcus

  3. alex
    alex says:

    Hi,

    euer PLA Filament läuft super im Dremel Idea Builder, in der höchsten Druckqualität werden die Oberflächen sogar ein bißchen feiner als mit dem „Original“ Dremel Filament, da es ein wenig flexibler ist. Bin begeistert, weiter so.

  4. Digibike
    Digibike says:

    Hmmmh!

    Nettes Spielzeug, aber eine Beschränkung auf 230 Grad wäre für mich ein K.o.Kriterium.
    PLA ist eigentlich nur für wenige Anwendungen geeignet und würde ich somit als wenig nützlich einstufen. PLA hat einfach zu viele Nachteile, als es wirklich sinnvoll einzusetzen wäre. Da wäre als erstes das Spröde verhalten, dann die wenig Temperaturbeständigkeit (wird bei 40 Grad schon bedenklich weich…) und die Verbindungskraft von Layer zu Layer… Da sind ABS, ASA und vor allem Nylon deutlich überlegen, aber mit 230 Grad eigentlich komplett ausgeschlossen…
    Aber man kann ja eventuell den Extruder austauschen und in der Firmware die Beschränkungen anheben. Aber da bleibt dann die Frage, ob sich das lohnt, den so wie ich das sehe, hat er auch kein beheizbares Druckbett. Damit macht er da schon einen strich durch die Rechnung, was andere Filamente an geht…
    Damit wäre dann auch noch ein anderes Board fällig usw…

    Ich für meinen Teil würde es als netten Ansatz ansehen, aber letztlich als Spielerei abtun – zumindest in der Form…

    Bleibt nur die Frage nach dem Klientel für diesen Drucker? Soll es den „Selbermacher“ unterstützen? Der braucht aber Geduld und CAD-Kenntnisse um die gewünschten Teile selber damit herstellen zu können.
    Und was genau will er damit dann herstellen? Angesichts der verwendbaren Materialien schränkt sich das in meinen Augen für den anvisierten „Selbermacher“ viel zu sehr ein…
    Für wen also dann? Den Kreativen Künstler? Hmh! Ich kann Ihn nur als Single verwenden, damit werden Supports ganz schnell zu einem großen Problem… Und Künstler lieben exteme Formen und Freiheiten…

    Für wen also ist es gedacht? ich seh Ihn vielleicht als (Pflege-?)leichten Einstieg ins Thema 3D Druck, der aber schnell den Wunsch nach mehr aufkommen läßt…

    Gruß, Digibike

    • A
      A says:

      Hi Digibike,

      kann ich so nicht bestätigen. Ich hab das Teil jetzt seit einigen Wochen im Einsatz und bin absolut „geflasht“ von der Qualität der Druckergebnisse. Das Original Dremel Filament ist wirklich etwas spröder, aber meine Erfahrungen mit dem Filamentworld PLA Schneeweiß sind durchweg positiv. Es verschmilzt besser und in der höchsten Qualität und Füllung mit Bienenwabenmuster kommen Bauteile heraus, die richtig tough sind. Das Nachbearbeiten, Abschleifen etc. geht auch perfekt. Ganz zu schweigen von der Präzision, die ist einfach überzeugend. Ich baue damit gerade diverse Teile für eine Gerüstmontage aus Aluprofilen und alles sitzt und hält. Hab auch schon ein Zahnradgetriebe damit bewerkstelligt, wie gesagt, die Präzision ist echt faszinierend. Also gerade im Handwerkerbereich absolut zu empfehlen. Klar, wegen den Supports muss man sich schon ab und zu mal richtig einen Kopf machen, da gehören fundierte 3D Modelling Kenntnisse einfach dazu. Das sind wie gesagt alles Praxiserfahrungen. In der Preisklasse ist das Gerät echt unschlagbar. Hab vorher den Test auf heise.de gelesen und mich darauf eingelassen und kann das Testergebnis nur bestätigen. Das einzige Manko ist die fehlende Heizplatte, ansonsten bekommt man ein fein abgestimmtes Gerät mit dem man sofort loslegen kann.

      • A
        A says:

        Noch ein kleiner Tipp von mir: wer noch mehr aus dem Gerät herausholen will, investiert in Simplify3D. Dann kann man auf die Kombination aus Dremel Software und Meshmixer o.ä. komplett verzichten. Simplify 3D unterstützt das Teil zu 100%, gibt den g-code im Dremel Format aus und man bekommt vollständige Kontrolle über den gesamten Druckprozess vom ersten Layer an. Jeder Parameter lässt sich hier einzeln einstellen und auf die gewünschten Eigenschaften des Objekts anpassen. Die Druckqualität lässt sich damit nochmals erhöhen und die automatisch generierten Stützkonstruktionen sind noch besser als z.B. der Line-Support von Cura. Die Software ist natürlich nicht kostenlos, wertet das Gerät und dessen eigentliche Fähigkeiten aber deutlich auf. Habs leider erst später entdeckt, zuvor musste ich noch ein Objekt wegen extremen Überhängen in mehreren Teilen drucken, mit Simplify3D wäre das auch in einem Stück möglich gewesen.

      • guenter.gran14
        guenter.gran14 says:

        Danke für Deine Info, habe aber bezüglich der „Fremdrolle PLA“ noch eine Frage.
        Wie installierst Du die Rolle von filamenzworld schneeweiß in den Dremel?

        Gruß
        Günter

  5. Peter
    Peter says:

    Sehr ausführlicher und objektiver Bericht. Nur eins ist nicht ganz korrekt recherchiert. Den 3D-Drucker gab es zuerst bei Globus und gibt es dort noch. Hornbach bietet dieses Gerät nur im Online-Geschäft. Globus, Bauhaus, sogar Hagebau führen es in den Märkten.

  6. Michael
    Michael says:

    Hallo,
    Hat von euch schon jemand anderes Filament als PLA mit dem Dremel ausprobiert? Ich nutze aktuell nur das Originalfilament, wäre aber schon dran interessiert anderes Material zu nutzen.

  7. Jens
    Jens says:

    Der Tip hier mit Simplify3D war schonmal großartig! Der Dremel Drucker erfüllt seine Zweck hier sehr gut und auf ABS kann ich zur Zeit noch verzichten.

    Hat hier schon wer Erfahrungen mit den Filamentworld Filamenten und dem Dremel? Welche Temperatur habt ihr gewählt? Beim original Dremel Filament bin ich bisher bei 220° geblieben, beim Druck sind es dann meist 217/218°, die im Display angezeigt werden. Es wird hier ja 190°-210° C empfohlen für das PLA von Filamenworld – jemand da, der da etwas konkreter werden kann im Zusammenhang mit dem Dremel Idea Builder?

    • A
      A says:

      Hi Jens,

      ich nutze eigentlich nur noch Simplify3D. Deren Preset läuft auch mit 220 Grad und bis jetzt hatte ich mit dem filamentworld PLA auch keinen Grund daran etwas zu ändern. Die 0.1mm Schichtdicke erzeugt gute Oberflächen, abschleifen oder einfach so belassen ist eher eine Frage des Geschmacks oder des Verwendungszwecks. Ich schätze mal das man mit der Temperaturregelung vielleicht hier und da ein wenig Speed- und Oberflächentuning betreiben kann, aber nötig war das bis jetzt noch nicht. Ein weiterer Tipp von mir ist noch BuildTak von 3D Prima…

  8. Peter
    Peter says:

    Schade das es eine spezielle Filamentrolle benötigt. Wie sind denn die Maße der originalen Filamentrolle damit man beim Kauf von Fremdfilamenten die Maße vergleichen kann?

  9. Reintzsch
    Reintzsch says:

    Dremel 3D-Drucker der 2.

    Nachdem Dremel mit dem IdeaBuilder 3D20 einen stark abgerüsteten aber erstaunlich guten Einstieg zum stolzen Preis von 1000€ (Straßenpreis 800€) in den Markt der 3D-Drucker hingelegt hat kommt nun der Nachfolger IdeaBuilder 3D40. Optisch aufgefrischt mit einer ganzen Reihe an Verbesserungen ist auch der Preis um 30% gestiegen. Grund genug sich die Neuerungen anzusehen und abzuschätzen ob das Gerät sein Geld wert ist. Zunächst zum Vorgänger. Der Dremel IdeaBuilder 3D20 als kleiner Bruder des Flashforge Dreamer war um einige Funktionen abgerüstet. Angefangen beim kleineren Bauraum verfügt er nur über einen Druckkopf und kein beheiztes Druckbett. Als Folge ist die Materialauswahl beim Dremel auf PLA begrenzt. Diese Nachteile macht der Dremel teilweise durch seine einfache Bedienung, das gute Druckergebnis und den 100€ niedrigeren Preis wieder wett. Was ändert sich beim neuen Modell im Vergleich zum Flashforge Dreamer? Mit dem neuen Gehäuse möchte Dremel sich dem Vergleich sicher gern entziehen. Aber außer dem größeren Bauraum hat sich an den vorgenannten Unterschieden sonst nichts geändert. Die Beschränkungen haben sich teilweise sogar verschärft. Konnte beim Vorgängermodell noch mit geringem Aufwand die Spoolenhalterung für Fremdmaterial umgerüstet werden ist das neue Gehäuse radikal an die teuren Dremel-Filamentrollen (30€/500g) angepaßt. Dennoch gibt es Neuerungen die auf der Habenseite des IdeaBuilder 3D40 stehen. Neben dem größeren Bauraum ist der Druckkopf stark überarbeitet worden. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das das Filament mitunter nicht sauber eingezogen wird und sich das Filament im Druckkopf verklemmt. Hier liegt ein klarer Vorteil des Dremel IdeaBuilder 3D20 gegenüber dem Flashforge Dreamer. Nur die 2 Schrauben des Lüfters sind zu lösen und man hat ungehindert Zugang zur Verstopfung. Ob das am neuen Druckkopf auch so einfach ist? Am Dreamer ist es zumindest ungleich komplizierter. Die Filamentüberwachung hält den Druck bei Filamentende an. Damit kann nach einem Rollenwechsel der Druck fortgesetzt werden. Die Niveauregulierung für das Druckbett ist stark vereinfacht und verbessert. Die transparente Abdeckung ermöglicht den besseren Einblick in das Druckgeschehen. Der Filamentwechsel (zumindest bei Dremel-Rollen) ist vereinfacht. Der Zugriff auf den IdeaBuilder 3D40 ist jetzt über Netzwerk möglich. Der SD-Speicher wurde durch USB-Stick ersetzt. Der Wegfall der Dremel 3D Drucksoftware ist zu verschmerzen. Zum Einsatz kommt jetzt wie schon beim Vorgänger Print Studio von Autodesk mit deutlich größerem Funktionsumfang. Zudem sind ein paar Apps verfügbar über deren Sinn oder Unsinn sicher viel diskutiert werden kann. Hergestellt wird der Neue wie sein Vorgänger in China. Jetzt bin ich auf die Testergebnisse gespannt. Unter dem Strich sehe ich eine ganze Reihe Detailverbesserungen welche für den Kauf des neuen Dremel sprechen aber ob die den Preis rechtfertigen würde ich bezweifeln. Wie der Vorgänger dürfte der neue Dremel der perfekte 3D-Drucker für den Einsteiger sein. Zum vergleichbaren Preis ist zum Beispiel der Flashforge Creator PRO Dual Extruder zu haben. Bei vergleichbarem Druckbereich bietet er 2 Extruder mit beheiztem Druckbett was die Verarbeitung der verschiedensten Materialien ermöglicht.

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