3D Drucker im Weltall

3D Drucker im Weltall

Warum benötigt man 3D Drucker im Weltall?

Stellen Sie sich vor Sie sind unterwegs und etwas an Ihrem Auto geht kaputt. Was machen Sie? Ab in die nächste Werkstatt.

Was aber wenn Sie nicht mit dem Auto unterwegs sind, sondern sich gerade auf der ISS befinden, viele tausende Kilometer von der Erde entfernt? Ich denke der Punkt wird schnell klar, eine Reproduktionsmaschine a la 3D Drucker im Weltraum wäre eine großartige Lösung.
Anstatt unendlich viele Ersatzteile mitzunehmen bzw. ins Weltall zu schießen, benötigt man nur noch einen 3D Drucker auf der ISS welcher alle Ersatzteile reproduzieren kann.

Genau daran forschen die Astronauten der ISS gerade, sie versuchen einen 3D Drucker in der Schwerelosigkeit zum Laufen zu bringen. Es wurde auch schon ein 3D Drucker extra für diesen besonderen Einsatz entwickelt. Der passende Name dieses Weltraumdruckers lautet „Zero-G Printer“ produziert vom Unternehmen „Made in Space“. Somit ist die NASA Vorreiter beim Thema 3D Druck im Weltraum.

Weltraum-3D-Drucker aus China

Aber auch die Chinesen sind an diesem Thema interessiert und haben bereits für Ihr Raumfahrtprogramm CASC einen 3D Drucker entwickelt, welcher für den Einsatz in der Schwerelosigkeit geeignet sein soll. Als Filament für den chinesischen 3D Drucker sollen sogar Titan-, Edelstahl- und Nickellegierungen zum Einsatz kommen.

Somit können fehlende Zahnräder oder Schalter in Zukunft einfach selbst produziert werden, auch im Weltall. Bei der rasanten Entwicklung der 3D Drucker, kann man darauf warten dass auch komplexe Gegenstände in Zukunft ausgedruckt werden können. Dies ist vor allem an entlegenen Orten wie dem Weltraum, eine große Erleichterung und die Astronuaten können sich vieles was sie für Ihre Missionen benötigen einfach selbst ausdrucken.

Laut NASA werden bereits jetzt erste Tests mit Lebensmitteldruckern gemacht. Dies wäre im Weltraum eine weitere Erlichterung für die Astronauten.

Kann man auch mit normalen 3D Druckern in Schwerelosigkeit drucken?

Was jedoch passieren würden wenn ein „normaler“ 3D Drucker, wie z. B. ein Makerbot Replicator oder Ultimaker im Weltraum verwendet wird, würde uns brennend interessieren. Durch den geringen Abstand von der Druckerdüse/Hotend zur Druckplatte, sollte doch die Schwerkraft keine große Rolle spielen. Im Gegenteil, vielleicht könnte man sogar Überhänge ohne Supportmaterial drucken – wir wissen es leider nicht.
Was denken Sie? Eigentlich sollte das doch auch funktionieren oder? Falls wir die Möglichkeit haben es zu versuchen, werden wir es sicher tun!

1 Antwort
  1. Digibike
    Digibike says:

    Die Ersatzteilversorgung auf der ISS via 3D Drucker hat ganz klare Vorteile – sowohl von der Kosten, als auch der Umweltseite und der Resourcenschonung. Statt extra Raktenstarts für zusätzliche Ersatzteile wären nur Platzgünstig “Rohmaterial” für den je nach Druckverfahren eingesetzten Drucker notwendig.
    Bei FDM-Druckern entfielen auch die sonst so nervigen Stützstrukturen, da ja Schwerelos (außer der Drucker steht im Bereich der künstlichen Schwerkraft – also Rotierenden Bereich, falls sowas auf der ISS vorhanden/vorgesehen ist..).
    Von dem her ist 3D druck in der Schwerelosigkeit schwer im Vorteil. Allerdings erwarte ich große Probleme bei schnellen Richtungswechseln..
    Da wird es schwierig bei höhren Tempies bei richtungswechseln noch Präzise das ganze zu Plazieren.
    Ich gehe davon aus, daß Support nicht gebraucht und wenn dann minimalst gebraucht wird, aber die Druckgeschwindigkeit in Bezug auf Beschleunigung und Verzögerung extremst reduziert werden muß um einigermaßen exakte Teile reproduzieren zu können.

    mfg

    Digibike

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